Hallensportfest U 8, U 10 und U 12 in Löffingen 2018

Mit Begeisterung und großem Einsatz bewältigten die 5-bis 11-jährigen Leichtathleten die abwechslungsreichen Stationen, die sich ihnen und den vielen Zuschauern in den 2 Löffinger Sporthallen präsentierten. Zum ersten Wettkampf in diesem Jahr trafen sich über 250 Teilnehmer in 28 Mannschaften aus den Kreisen Neustadt und Schwarzwald-Baar sowohl bei den Einzeldisziplinen als auch in der abschließenden Biathlonstaffel. Der TV Neustadt hatte gleich 7 Teams am Start, der TV Villingen 5 Mannschaften. Die Rekordbeteiligung forderte vom gastgebenden TB Löffingen vollen Einsatz während des Wettkampfs oder beim Auf- und Abbau der vielfältigen Stationen.

In der Leichtathletikhalle mit dem spikesfesten blauen Kunststoffbelag wartete auf den Nachwuchs ein anspruchsvoller Sprint, bei dem auch kleine Hürden überlaufen werden mussten. Der Weitsprung über Schaumstoffquader mit Hilfe einer kleinen Rampe ermöglichte den Akteuren ein höheres und längeres Flugerlebnis, ehe bei den 3 Versuchen die Landung in fußbreite Zonen das zentimetergenaue Messen erübrigte. Einige Akteure konnten wohl zum ersten Mal in der noch jungen Sportkarriere mit Spikes einen besseren Abdruck vom blauen Tartanboden ausnutzen.  In der Dreifeldhalle wurde der Wuschelball („Koosh-Ball) möglichst weit in 3 m breite Zonen geworfen und der Wurf analog zum Weitsprung nach Punkten gemessen. Beim Hochsprung boten die Veranstalter ein Springen an eine aufsteigende Kette von nummerierten  Kunststoffkissen an, wobei die Körpergröße und damit die Reichhöhe aus Gleichheitsgründen verrechnet wurde. Die Angst vor der gefürchteten harten Latte und den hohen technischen Anforderungen an die Sprungtechnik beim klassischen Hochsprung konnten so bei den jungen Startern reduziert werden. Als Abschluss konnte das aus mindestens 5 Nachwuchssportlern bestehende Team in 10 Läufen gegen jeweils 3 andere Mannschaften einen abwechslungsreichen Parcour mit Sprüngen, Überlaufen oder Durchkriechen von Hindernissen und Würfen auf eine dem Biathlon entliehene Schießanlage bewältigen. Gerade diese als Staffelwettbewerb ausgetragene letzte Station  förderte vortrefflich den bei dem Programm der Kinderleichtathletik geforderten Mannschaftsgedanken. Die Teammitglieder aber auch die vielen Zuschauer auf der Tribüne feuerten lautstark die Staffelläufer an, die im vielzitierten „Hexenkessel“ sich mit Schnelligkeit, Geschick und Treffsicherheit wie in bei der vor kurzem beendeten Olympiade gegen die Gegner durchsetzen wollten.

In der Klasse U 8 war der Nachwuchs des TV Villingen eine Klasse für sich. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich in 4 Disziplinen an die Spitze und mussten sich nur im Sprint dem kombinierten Team aus Furtwangen, Donaueschingen und Löffingen geschlagen geben, das in der Gesamtwertung Platz 2 erkämpfte. Es folgten die Teams vom TV Neustadt / LG Eisenbach-Bubenbach, die rein Neustädter Vertretung sowie die sehr jungen Akteure des TV Lenzkirch.

Bei der Mannschaftswertung der U 10 dominierte ebenfalls der TV Villingen. Wie in der U 8 hatten die Villinger 4 Disziplinen für sich entschieden und konnte mit Rang 3 in der Biathlonstaffel den Vorsprung erfolgreich verteidigen. Der LV Donaueschingen folgte vor dem TV Neustadt, das die klar beste Staffelleistung zeigte. Die nächsten Plätze belegten der TV Villingen II, der TV Lenzkirch, das Team mit TV Lenzkirch und TV Furtwangen, die LTG Brigachtal / LG Baar, der TV Neustadt / LG Eisenbach / Bubenbach, TUS Bonndorf, TB Löffingen I, TB Löffingen II, TV Neustadt II sowie TUS Bonndorf II.   

In der U 12 brachte der TV Neustadt das Kunststück fertig, in allen Disziplinen die Pole-Position zu erreichen und damit mit der Idealpunktzahl 5 das höchste Treppchen besteigen zu dürfen. Rang 2 sicherte sich die LG Eisenbach-Bubenbach vor dem LG Baar-Team aus Brigachtal und Donaueschingen. Die weitere Reihenfolge lautete TV Villingen, TB Löffingen/FSV Schwenningen, TB Löffingen / TV Furtwangen, TUS Bonndorf, TV Neustadt II, TV Lenzkirch/LV Donaueschingen und TV Villingen II.

 Gespannt war man auf die Einzelwertung der 4 Disziplinen, die nach den Vorgaben des Leichtathletikverbands nur für die Altersklasse der 10 – und 11-Jährigen vorgesehen ist. Mit dieser Liste kann man einen aussagekräftigen Überblick über die Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Teilnehmer in dieser Sportart erhalten. In diesem Jahr hatte der Neustädter Felix von Oppen die ausgeglichensten Leistungen und verwies mit nur einem Punkt Abstand Tim Rodinger vom FSV Schwenningen auf den 2. Platz. Marlon Heizmann von der LG Eisenbach-Bubenbach belegte Rang 3 vor Lukas Bach vom TV Neustadt, Jonathan Knöpfle von der LG Eisenbach-Bubenbach und Daniel Richter von der LTG Brigachtal. Marit König von der LG Eisenbach-Bubenbach war das beste Mädchen auf Platz 7, gefolgt von Luise Mattisek vom TV Neustadt, Luis Laufer vom TB Löffingen, Franziska Urban von der LTG Brigachtal und den beiden Neustädtern Shane Wolf und Maria Ketterer.

Nach anfänglicher Skepsis insbesondere aus den ostdeutschen Landesverbänden wurde Schritt für Schritt dieses neue Wettkampfsystem „Kinder-Leichtathletik“ eingeführt. Vor allem in der Halle, wo bessere Geräteausstattungen als in den Stadien vorhanden sind, können attraktive Bewegungslandschaften zum Laufen, Springen und Werfen aufgebaut werden. Die Kombination Leichtathletikhalle mit 2 Weitsprunganlagen bei spikesfestem Boden sowie die darüber liegende Dreifeldhalle sowie das großzügige Wettkampfbüro und die Mensa der Schule boten optimale Voraussetzungen für eine solche Großveranstaltung.  Mit einer vom TB Löffingen entwickelten computerunterstützten Datenerfassung und Auswertung waren die Ergebnisse schnell abrufbar. So konnte eine Minute nach Ende der Wettkämpfe schon die erste Siegerehrung durchgeführt werden.

 Mit den landesweit gewonnenen Erkenntnissen der letzten Jahre werden solche Teamwettbewerbe in noch etwas vereinfachter Form bei „Jugend trainiert für Olympia“ für die Grundschule ausgetragen.  Auch an den Grundschulen soll das neue Wettkampfsystem in Zukunft bei den Bundesjugendspielen eingesetzt werden. Vom Verband werden im Frühsommer dafür in Zusammenarbeit mit den Schulämtern Fortbildungen für die Sportlehrer durchgeführt. Die Begeisterung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler und die Anfeuerung durch die mitgehenden Eltern, Betreuer und Trainer rechtfertigten in Löffingen den hohen zeitlichen und materiellen Einsatz bei diesem einzigen Hallenwettkampf für diese Altersklassen im Schwarzwald und die Planungen für eine weitere landesweite Umsetzung des neuen Konzepts in naher Zukunft.